Besondere Vertragsbedingungen für die Erbringung von Dienstleistungen

Stand: 01. Januar 2021

§1 Geltungsbereich

Die nach­fol­gen­den Besonderen Vertragsbedingungen (BVB) gelten für alle Verträge der Ditcon GmbH, Hackenbroich Büro- und Datentechnik GmbH, Systemhaus West GmbH und C&S Computer und Service GmbH (nach­fol­gend GFC-Gruppe genannt) über die Erbringung von Dienstleistungen. Hiervon abwei­chen­de Vereinbarungen des Kunden, die GFC Gruppe nicht aus­drück­lich durch Erklärung in Textform aner­kannt hat, werden nicht Vertragsbestandteil. Daneben gelten unsere Allgemeinen Vertragsbedingungen (AGB).

§2 Erbringung von Dienstleistungen

2.1. Die Einrichtung und Wartung von tech­ni­schen Geräten, ins­be­son­de­re Kopierern, Druckern, Tele-fonanlagen, Videoüberwachungs- und Alarmanlagen, IT-Hardware usw., deren Installation, die Einrichtung und Einstellung von Software sowie die Einweisung in die Benutzung von Hard- und Software als auch die System- und Backupüberwachung, Fernwartung, Inventarisierung, prio­ri­sier­te Störungsannahme, SMS-Alarmierung sowie das Patch- und Antivirusmanagement stel­len Dienstleistungen dar, d.h. wir schul­den nur die Tätigkeit, nicht aber den von dem Kunden beab­sich­tig­ten Erfolg, es sei denn, wir haben ver­trag­lich einen bestimm­ten Erfolg zugesichert.

2.2. Dies gilt ins­be­son­de­re bei einem Auftrag, der auf die Beseitigung eines im IT-System des Kunden auf­tre­ten­den Fehlers gerich­tet ist. Hierbei ist ins­be­son­de­re die Ursachensuche Bestandteil der Dienstleistung, da auf­tre­ten­de Fehler unter­schied­li­che Ursachen haben können und diese nur in den sel­tens­ten Fällen auf Anhieb fest­zu­stel­len sind. Die Auswahl der Tätigkeit liegt des­halb in unse­rem freien Ermessen. Dabei werden wir stets erst die nächst­lie­gen­de, wahr­schein­lichs­te Fehlerursache suchen und besei­ti­gen, ohne damit zuzu­sa­gen, dass dies den gewünsch­ten Erfolg herbeiführt.

2.3. Ist nach unse­rer Einschätzung zur Fehlerbehebung die Beschaffung von Softwareprodukten, Hardwarekomponenten, Datenträgern, Farbbändern, Tonern, Batterien, Druckeinheiten oder ande­rem Verbrauchsmaterial erfor­der­lich, werden wir stets erst einen geson­der­ten Auftrag des Kunden ein­ho­len. Erteilt der Kunde den von uns zur Fehlerbehebung vor­ge­schla­ge­nen Auftrag, hat er die Kosten auch dann zu tragen, wenn der gewünsch­te Erfolg nicht ein­tritt. Wir werden uns in diesem Falle aus Kulanz bemü­hen, die neu beschaff­te Ware ander­wei­tig zu ver­äu­ßern und einen evtl. Erlös dem Kunden gut­schrei­ben, hierzu sind wir jedoch nicht verpflichtet.

2.4. Übernehmen wir ver­trag­lich die Installation von Software, betrifft dies aus­schließ­lich den ver­ein­bar­ten Versionsstand in der auf dem von uns ver­wen­de­ten Installationsmedium vor­han­de­nen Fassung, man­gels aus­drück­li­cher Vereinbarung die erste im Handel erhält­li­che Version. Wir schul­den nicht die Installation aller zum Zeitpunkt der Installation ver­füg­ba­ren Releases, Updates, Upgrades, Patches und Builds, selbst wenn diese vom Hersteller der Software emp­foh­len und auf dem Markt bereits ver­brei­tet sind. Diese zu instal­lie­ren ist allein Angelegenheit des Kunden, es sei denn etwas Abweichendes wurde aus­drück­lich ver­ein­bart. Wir sind jedoch berech­tigt, nach eige­nem Ermessen spä­te­re Versionsstände und Fassungen zu instal­lie­ren, soweit uns der Kunde nicht schrift­lich gegen­tei­li­ge Weisungen erteilt hat.

2.5. Bei der Installation von Software stehen die Softwareeinstellungen (ins­be­son­de­re Parametrisierung und Auswahl von Einrichtungsoptionen) in unse­rem pflicht­ge­mä­ßen Ermessen, es sei denn, kon­kre­te Vorgaben wurden ver­trag­lich vereinbart.

2.6. Sofern der Kunde Dienstleistungen, für alle seine Geräte einer bestimm­ten Gattung beauf­tragt hat, führen wir diese Dienstleistungen auch für die neu in das EDV-System des Kunden inte­grier­ten Geräte dieser Gattung aus. Die Ausführung der Dienstleistungen für ein neues Gerät erfolgt inner­halb von 14 Tagen ab Kenntnis von GFC Gruppe über das Vorhandensein des neuen Gerätes. Der Kunde kann der Durchführung der Dienstleistungen für das neue Gerät inner­halb von zwei Wochen nach Zugang der ersten Rechnung über die erbrach­ten Dienstleistungen für das neue Gerät in Textform wider­spre­chen, sofern der Kunde uns nicht aus­drück­lich mit der Ausführung der Dienstleistungen auch für das neue Gerät beauf­tragt hat. Bei Ausübung des Widerspruchs ent­fällt für den Kunden die Zahlungspflicht, der für das neue Gerät aus­ge­führ­ten Dienstleistungen und wir führen nach Zugang des Wiederspruchs für das neue Gerät keine wei­te­ren Dienstleistungen mehr aus, soweit nicht aus­drück­lich etwas ande­res ver­ein­bart wird.

2.7. Die Abrechnung von Dienstleistungen erfolgt nach Zeitaufwand, soweit nicht ein Festpreis oder eine in regel­mä­ßi­gen Zeitabständen wie­der­keh­ren­de Pauschale ver­ein­bart wurde.

2.9. Hat der Kunde Zeitkontingente für die Erbringung von Dienstleistungen bei uns erwor­ben, kann er diese zu unse­ren gewöhn­li­chen Geschäftszeiten tele­fo­nisch oder schrift­lich abru­fen. Eine bestimm­te Reaktionszeit schul­den wir jedoch nur, wenn dies aus­drück­lich ver­ein­bart wurde.

2.10. Nicht ver­brauch­te Zeitkontingente können ange­spart und in den nach­fol­gen­den Monaten in Anspruch genom­men werden. Ziff. 6.3. unse­rer AGB bleibt hier­von unberührt.

§3 Mitwirkungspflichten des Kunden

3.1. Übernehmen wir ver­trag­lich die Einrichtung von Hardware, hat der Kunde auf eigene Rechnung für die erfor­der­li­chen Strom- und Netzwerkanschlüsse in Reichweite der Betriebsumgebung zu sorgen. Soweit nichts ande­res ver­ein­bart wurde oder eine von uns bei Vertragsschluss über­mit­tel­te Hersteller-Spezifikation etwas ande­res vor­sieht, sind pro selb­stän­di­ge Recheneinheit (z.B. pro Server oder Arbeitsplatzrechner) min­des­tens zwei her­kömm­li­che Einphasen-Wechselstromanschlüsse mit 230 Volt und zwei Ethernet-Netzwerksanschlüsse zur Verfügung zu stellen.

3.2. Der Kunde hat vor Beginn der Einrichtung von Hardware oder der Installation von Software durch uns, selb­stän­dig für eine voll­stän­di­ge Sicherung seiner Datenbestände und aktu­el­len Virenschutz zu sorgen.

3.3. Der Kunde hat uns auf eigene Kosten Zugang zu dem Gerät, auf dem unsere Leistung zu erbrin­gen ist, zu ver­schaf­fen. Die not­wen­di­gen Kennungen und Passwörter für einen Zugang mit Administratorenrechten sind bereit zu halten und auf unsere Aufforderung hin nach Wahl des Kunden ein­zu­ge­ben oder uns schrift­lich aus­zu­hän­di­gen. Der Kunde muss uns Zugriff auf USB-Datenträger, DVDs und Internet ermög­li­chen. Unsere Wartezeiten gelten als Aufwand.

§4 Mängelhaftung

4.1. Im Falle der man­gel­haf­ten Erbringung von Dienstleistungen werden wir nach unse­rer Wahl nach­er­fül­len, kos­ten­frei nach­bes­sern oder eine Ausweichlösung anbie­ten. Gelingt uns dies nicht, kann der Kunde die für diese Dienstleistung berech­ne­te Vergütung ange­mes­sen her­ab­set­zen oder von dem Vertrag zurücktreten.

4.2. Weitergehende Ansprüche des Käufers auf Ersatz eines unmit­tel­ba­ren Schadens wegen man­gel­haf­ter oder nicht erbrach­ter Leistung – gleich aus wel­chem Rechtsgrund (z. B. auch unter dem Gesichtspunkt der Unmöglichkeit, der posi­ti­ven Forderungsverletzung, der Verletzung vor­ver­trag­li­cher Pflichten und der uner­laub­ten Handlung) – bestehen nicht.

§5 Haftung

5.1. Bei der Beauftragung von Backupüberwachungen bzw. Datensicherungen haftet GFC Gruppe nicht für die Vollständigkeit und Brauchbarkeit der Datensicherungen. Bei Datenverlusten oder unbrauch­ba­ren Datensicherungen ist unsere Haftung begrenzt auf die Kosten der Wiederherstellung der Daten aus der letz­ten voll­stän­di­gen und feh­ler­frei­en Datensicherung des Kunden.

5.2. Bei der Beauftragung eines Patch- oder Antivirusmanagements haftet GFC Gruppe nicht für die Folgen der Installation eines von den Herstellern des Betriebssystems und der sons­ti­gen Software bereit­ge­stell­ten feh­ler­haf­ten System- oder Softwareupdates oder für Folgen, die durch eine feh­ler­haf­te Risiko-Klassifizierung oder Kompatibilitätseinschätzung des jewei­li­gen Softwareherstellers ein­tre­ten. Auch ist eine Haftung aus­ge­schlos­sen für Folgen, die dadurch ent­ste­hen, dass die Server oder Clients des Kunden wäh­rend der Installation von Updates von dem Kunden aus­ge­schal­tet werden.

5.3. Bei der Beauftragung des Antivirusmanagements haftet GFC Gruppe nicht für die Folgen unvoll­stän­di­ger oder feh­ler­haf­ten Virendefinitionen der Softwarehersteller. Bei von uns ver­schul­de­tem Datenverlust auf Grund einer nicht­ord­nungs­ge­mäß erbrach­ten Dienstleistung ist unsere Haftung begrenzt auf die Kosten der Wiederherstellung der Daten aus der letz­ten voll­stän­di­gen und feh­ler­frei­en Datensicherung des Kunden.

§6 Laufzeit

6.1. Pflege‑, Wartungs- und sons­ti­ge Serviceverträge, für die eine Mindestvertragslaufzeit ver­ein­bart wurde, sind für beide Vertragspartner schrift­lich mit einer Frist von 3 Monaten zum Ablauf der Mindestvertragslaufzeit künd­bar. Wird der Vertrag nicht frist­ge­recht gekün­digt, ver­län­gert sich dieser jeweils um wei­te­re 12 Monate, wenn er nicht mit einer Frist von 3 Monaten zum Ende des jewei­li­gen Verlängerungszeitraums gekün­digt wird.

6.2. Das Recht zur frist­lo­sen Kündigung aus wich­ti­gem Grund bleibt unbe­rührt. Ein wich­ti­ger Grund ist für uns ins­be­son­de­re in den Fällen gege­ben, in denen der Kunde, die ihm nach diesen BVB oblie­gen­den Pflichten erheb­lich ver­letzt. Die zusätz­li­che Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen rich­tet sich nach den gesetz­li­chen Bestimmungen.

Sonstiges

Diese BVB gehen im Kollisionsfall unse­ren AGBs vor.